Mongolen 


                      

 

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Mongolen am Rhein

 

Geschichte der Mongolen

1162 bis 1911

 

Die Mongolei war zu allen Zeiten, und ist auch noch heute, eines der am dünnsten besiedelten  Gebiete der Erde.

Dennoch schafften es die Mongolen unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern Jahrhunderte lang die Welt zu beherrschen. Wo sie auftraten verbreiteten sie Angst und schrecken. Ihren Aufstieg zur Weltherrschaft verdankten sie Ihrem Führer Temüdschin geboren 1162.  Der 1206 nach heftigen Kämpfen mit seinen Rivalen, von den Fürsten der einzelnen Stämmen  auf einer Qurultei, unter Mithilfe des Schamanen Köktschü, zum Khan gewählt wurde. Man gab Ihm den Namen Dschingis Khan. Dies ist der Zeitpunkt da sich dann alle Stämme Mongolen nannten.

Bis zu seinem Tode 1227 führte er viele Kriegszüge erfolgreich durch. Seine Söhne und Enkel beherrschten die Welt von Persien bis Schlesien (Liegnitz). Nach dem Sieg am 09.April 1241 unter Batu Khan, über Herzog Heinrich II. von Schlesien, wo das mongolische Heer taktisch klug operierte und den schwer gepanzerten Ritter durch Ihre Beweglichkeit weit überlegen war, wandten sie sich nach Süden und besiegten am 11.April1241 an der Theiß das Heer Ungarns. Durch den Tot des Dschingis Khan Nachfolgers Ögedei kam der Westfeldzug zum erliegen. Alle Nachfahren Dschingis Khans, mussten nach mongolischen Gesetz in die Hauptstadt Karakorom zurück kommen um dort einen neuen Khan zu wählen. Es ist anzunehmen das dadurch West- und Mitteleuropa von weiteren Einfällen der Mongolen verschont blieb. Die Mongolen brachten nach Europa viel Unheil, aber auch viel Gutes.

Das Schießpulver, die Kunst des Druckens, beides chinesische Erfindungen.

Der Beginn des Verfalls des großen Mongolischen Reiches begann schon im Jahre 1248. Da starb der 1247 zum Khan gewählte Kuyuk. Man nimmt an das er vergiftet wurde. Die einzelnen Erben Dschingis Khan  beanspruchen immer mehr Macht und verfolgen Ihre eigenen Interessen. 1250/51 bei der Wahl Mönkes kam es zum offenen Streit. Die Wahl endete mit dem Tode der gefährlichsten Gegner Mönkes.

Khubilai Khan wurde 1260 zum Khan gewählt und machte 1267 Peking zur Hauptstadt. Er beseitigte die Song- Herrschaft  und gründete die YUAN- Dynastie (1271-1368).

Khubilai Khan regierte das größte zusammenhängende Staatsgebilde der bisherigen Weltgeschichte. Unter Ihm Blüte das ganze Land auf . Die Handelsstrassen wurden wieder sicher, der Handel blühte. Den Buddhismus förderte er, beschränkte aber die anderen Religionen nicht. Die Mongolen nahmen unter Kubilai Khan Kontakt zu dem Iran und dem Abendland auf. Kauf Leute wie die Polos mit Ihrem Sohn Marko reisten über die Seidenstrasse auf dem Landweg in die Mongolei und nach Peking.

In den Jahren 1274 und 1281 versuchte  Khubilai Khan über das Meer Japan und Java unter seine Herrschaft zu bekommen. Da die Mongolen aber keinen Seeleute waren und sind wurden sie von starken Unwetter und Stürmen besiegt. Khubilai Khan starb 1294. Nach den Bauernaufständen 1335 und den Aufständen unter Chu Yüan wird die Yüan Dynastie 1370 gestürzt. Neuer Herrscher in Peking wird Zhu Yuanzhang, der den Titel Hong Wu annahm und die Ming-Dynastie gründete. 1388 wurde von den Chinesen Karakorum zerstört. 1644 ging die Ming-Dynastie zu Ende. Zehntausende Mongolen kehrten darauf hin in Ihre alte Heimat zurück.

Wie zu Dschingis Khan Zeiten kam es wieder zu Kämpfen und Rivalitäten einzelner Stämme, was den Niedergang des Reiches noch beschleunigte. Einem Fürsten der Chalcha, Althan Khan (1507 – 1583 )  gelang es nach 1543 den größten Teile der Mongolen unter seine Herrschaft zu vereinen, doch die, an die Ming, verlorenen Gebiete konnte er nicht zurückerobern.1571 unterzeichnete er einen Friedensvertrag mit der Ming-Dynastie und zog dann gegen Tibet. Er wurde durch den tibetischen Lamaismus streng religiös und der Buddhismus wurde  Staatsreligion. Althan Khan ging als erster lebender Buddha in die Geschichte mit dem Namen Khutukhtu ( der Gesegnete ) ein.

Durch die Mandschus oder auch Dschurdschen genannt und das sich rasch entwickelnde Mandschurische Kaiserreich wurde die vollständige Vernichtung des Mongolischen Weltreiches beschleunigt. Die Mandschu, schufen nach dem Sieg über  die Ming-Kaiser 1644 die Qing-Dynastie, welche bis 1911 regierte. Der letzte Chinesische  Kaiser war ein Mandschu.

 

 

Zeittafel bis 1911

 

1162       Geburt Temüdschin
1202       Sieg über die Tataren
1203       Sieg über die Kereit
1206       Temüdschin wird zum Dschingis Khan gewählt
1207       Dschotschi unterwirft Steppenstämme
1209    Uiguren erkennen Mongolenherrschaft an
1211       China wird angegriffen
1217       Mukhuli Befehlshaber gegen China
1223       Mukhuli stirbt
1226       Dschotschi stirbt in Russland
1227       Dschingis Khan stirbt bei der Jagt
1228       Ogedei wird Khan
1232       Tuli stirbt
1237       Die Wolga wird überschritten
1240       Kiew fällt
1241   Schlacht bei Liegnitz , Ogedei stirbt
1246        Kuyuk wird Khan
1248        Kuyuk stirbt  ( vergiftet ?)
1251        Mönke wird Khan
1255    Batu stirbt
1259       Mönke stirbt
1260       Kublai wird Khan
1271       Yüan-Dynastie wird proklamiert
1274    Eroberungszug gegen Japan übers Meer, Schiffe im Sturm gesunken
 1294       Kublai stirbt
1325         Bauernaufstände beginnen
1370        Yüan-Dynastie wird gestürzt
1388        Chinesen zerstören Karakorum
1412        Uriaten schlagen Aldschai Timur
1470         Dajan Khan  geboren
1543         Altan Khan
1544 bis  1571    Altan Khan schließt Friedensvertrag mit China
1578       Altan Khan wird Buddhist
1644    Beginn der Qing-Dynastie  die bis 1911 dauerte
 

 

 

 

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Stand: 13. Oktober 2003